Im Begriff der Posse begegnen einander Theater, Performance und Politik, nicht zuletzt als Spielräume emanzipatorischer Kämpfe gegen Körper- und Grenzregime. Poststrukturalistische, postdramatische und feministische Diskurse bilden die Basis für Gin Müllers Tour de Force durch eine vielfältige Welt von politischen Aktionsformen. Possen des Performativen verweisen dabei sowohl auf minoritäres (Theater-)Vermögen zur Artikulation von Widerstand, genauso wie auf subversive performative Strategien zur "Verqueerung" des normierenden Geschlechtertheaters. Die im Buch verhandelten Praxen reichen von globalisierungskritischen Auseinandersetzungen (Zapatistas, Tute Bianche, G8 Genua, Heiligendamm) über antirassistische Kämpfe (Sans Papiers, kein mensch ist illegal, kanak attak) zu feministischen und queeren Politiken (Riot Grrrls, Pink-Block, Transgender-Aktivismus).
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Wie Sexismus, Mythen und Fehldiagnosen die Medizin bis heute beeinflussen
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Wie aus einer Traumwelt taucht die Erzählerin dieser Geschichte aus einer rauschhaften Nacht auf. Nur eineinhalb Stunden liegen zwischen dem pulsierenden Club und ihrem Zuhause in einem Arbeiterviertel von Madrid. Eineinhalb Stunden und ein ganzes Leben. Denn, während die Sonne aufgeht, lässt sie den Moment geklauter Freiheit zurück, ...
"Grausamer Optimismus", Lauren Berlants affekttheoretische Studie über neoliberale kapitalistische Gesellschaften, widmet sich den affektiven und phantasmatischen Bindungen an die Objekte und Schauplätze kapitalistischer Austeritäts- und Workfare-Welten. Einer der entscheidenden Einsätze dieser Studie besteht darin, die politischen und ...