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Konfuses Denken

Konfuses Denken
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Art.-Nr. / ISBN:
9783854496984
Autor_in / Autor_innen:
von Samsonow, Elisabeth
Weitere Informationen:
128 Seiten - Hardcover- Deutsch
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    • Details

    Beschreibung

    Die Welt ist vielfältig und komplex, deshalb entwirft Elisabeth von Samsonow ein all-umsichtiges und zusammenfassendes Denken, das sie unter Rekurs auf Gottfried Wilhelm Leibniz als Konfusion beschreibt. Gerade angesichts von verku¨rzenden, mechanischen Auffassungen des Denkens, wie sie unter dem gegenwärtigen Eindruck der Ku¨nstlichen Intelligenz Konjunktur haben, mobilisiert diese Perspektive Errungenschaften aus der Philosophiegeschichte, um Denken als com-prendre zu entwerfen, einen Verständnismodus, der sehr vieles gleichzeitig erfassen kann.Diese Rekonstruktion einer klaren, doch konfusen Erkenntnis beginnt mit einer Idee der Einfaltung der Welt nach dem Modell von Leibniz, einem »Implex«, das die Spur des Komplexen ist, und folgt den Konzepten Stimmung, Einfall, Intuition und Vision, um das, was sie in der Konfusion – entgegen landläufiger Vorstellungen – als Potenzial fu¨r das Denken sieht, stark zu machen. Die Darstellung verfolgt dabei zunächst historische Linien, zeichnet logische Avantgarden von Giordano Bruno, Gottfried Wilhelm Leibniz, Alexander G. Baumgarten, Henri Bergson bis hin zu Gotthart Gu¨nther nach. Ru¨ckt man deren Ansätze nämlich etwas näher aneinander, so lässt sich in diesen die grandiose Idee fu¨r einen welthaltigen, um nicht zu sagen: weltverliebten Geist wiedergewinnen. Der Text setzt diese Linie gegen die aktuellen Erosionsversuche der human intelligence und behauptet, dass die Logik der Konfusion ebenso technisch unnachahmlich ist wie sie in ihrer Geschwindigkeit, Findigkeit und Tiefe allen ku¨nstlichen Modellen weit u¨berlegen bleibt. Daru¨ber hinaus – und das ist eine zentrale These dieses Essays – stellt die angepeilte Form des konfusen Erkennens eine Bedingung fu¨r die Welt-Angemessenheit des Geistes dar, und damit fu¨r jegliches ökologische Denken. Warum? Weil in der Konfusion u¨ber Räume und Intensitäten verteilte Subjekte nicht nur zusammenfinden, sondern zusammenarbeiten, fusioniert sind. Der Fusion wird im Übrigen auch – im Sinne eines Paradigmenwechsels – als Technologie Aufmerksamkeit geschenkt.