Tea erschrickt, als sie zum ersten Mal menstruiert: Weder weiß sie, was die Blutungen bedeuten, noch kann sie die unerträglichen Schmerzen einordnen. Aufgewachsen in den 1970er Jahren auf Sizilien in einem katholischen und patriarchalen Umfeld, in dem es nicht üblich ist, über Frauenkörper zu sprechen, werden ihre Beschwerden schlicht als zu niedrige Schmerztoleranz abgetan. Ohne Diagnose entwickelt Tea eine große Angst vor ihrem unberechenbaren Zyklus. Dass die chronische Krankheit Endometriose Grund ihres Leidens ist, erfährt sie erst spät – mangels Therapieoptionen schafft diese Erkenntnis jedoch kaum Linderung.