Beziehungen sind der soziale Kitt, der uns zusammenhält. Zumindest vorübergehend. Nach außen hin oder in unseren Köpfen. Sie sind zugleich brüchige Konstrukte und fester Bestandteil unserer Leben: manchmal mit Fassaden aus Luft, manchmal mit Fundamenten aus Stein. Wenn eines zum anderen, zur Hochzeit und schließlich zum Glashaus und zur Kakteenzucht führt, wenn Zufall und Intention einander durchkreuzen, wenn die Katze stirbt und man die Versprechen, die man gemacht hat, dann doch bricht. Das in kleinen Dosen kaum bemerkte Verschwinden von Gefühlen und Vertrauen summiert sich, bis wir mehr als nur aus Netz und Nest geworfen werden, bis wir einen Teil von uns selbst verlieren.