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Frauen schreiben Geschichte(n). Krieg, Geschlecht und Erinnern im ehemaligen Jugoslawien

Frauen schreiben Geschichte(n). Krieg, Geschlecht und Erinnern im ehemaligen Jugoslawien
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Art.-Nr. / ISBN:
9783854355830
Autor_in / Autor_innen:
Kobolt, Katja
Weitere Informationen:
378 Seiten - Taschenbuch / broschiert - Deutsch
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Drava Verlag
27,80 EUR
inkl. 10 % MwSt. zzgl. Versandkosten




    • Details

    Beschreibung

    Die Kriege im ehemaligen Jugoslawien verdeutlichten wie kaum ein anderes Ereignis in der jüngeren Zeitgeschichte Europas die zentrale Stellung des kollektiven Gedächtnisses bei den gesellschaftlichen Prozessen der nationalen Homogenisierung und der Mobilisierung für nationale Handlungen. Die Auflösung Jugoslawiens und die postjugoslawischen Kriege sind mittlerweile selbst zur Vergangenheit und zum Objekt der Erinnerungspolitiken bzw. der Kämpfe für die Vormachtstellung bei der Vergangenheitsbestimmung geworden. Das Erinnern an diese Kriege wird die Zukunft des südeuropäischen Raumes folgenschwer bestimmen, daher ist eine Beschäftigung mit den gegenwärtigen Erinnerungsprozessen für die Weichenstellung der Nachkriegsprozesse im Bereich der Erinnerungspolitik von besonderer Tragweite. Während sich die politische Gegenüberstellung der antagonistischen Vergangenheitskonstruktionen erst in einem Anfangsstadium befindet, deutet sich in der bosnisch-herzegowinischen, kroatischen und serbisch-montenegrinischen Literaturproduktion schon seit der Mitte der 1990er Jahre eine Pluralität von Erinnerungsmodellen der postjugoslawischen Kriege an. Im Buch werden jene Erzähltexte von Autorinnen berücksichtigt, welche unter Einbeziehung der klassischen geschlechtlich markierten Gattungsbestimmung der Kriegsliteratur sonst im Schatten bleiben würden und deren Erinnerungsmodelle die einseitige, den Krieg legitimierende nationale Perspektive überwinden. Anhand der spannenden Texte von Slavenka Drakulic, Dasa Drndic, Marija Ivanic, Alma Lazarevska und Dubravka Ugresic werden im Buch einzelne Erinnerungsaspekte der postjugoslawischen Kriege besprochen und in einen theoretischer Rahmen gestellt, die nicht nur ex-jugoslawische Erinnerungskulturen kritisch durchleuchten, sondern auch literatur- und kanontheoretische Konzepte durch einen reflektierten Gender-Fokus erweitert.