Verlag / Hersteller_in
Ebooks und Bücher bestellen

Ebook bestellen

Gerne können Ebooks und alle lieferbaren Bücher, die wir nicht im Shop lagernd haben, per Email an buchhandlung@chicklit.at bestellt werden.

Messer

Messer
Für eine größere Ansicht
auf das Bild klicken
Art.-Nr. / ISBN:
9783854205531
Autor_in / Autor_innen:
Balàka, Bettina
Weitere Informationen:
40 Seiten - Taschenbuch / broschiert - Deutsch
Mehr Artikel von diesem Verlag / Hersteller_in:
Droschl Verlag
7,50 EUR
inkl. 10 % MwSt. zzgl. Versandkosten
Artikel nicht vorrätig

Dieser Artikel ist derzeit nicht lagernd, kann aber gerne per Email bestellt werden.




    • Details

    Beschreibung

    »Die Angst vor dem Verschwinden wie auch das nicht selten verzweifelte Begehren, sich als (weibliches) Subjekt zu konstituieren«, entdeckte die Kritik (FREITAG) als zentrale Motive in Bettina Balàkas Debütroman. Um die Herstellung des Subjektes in einem ganz physischen Sinn geht es auch in ihrem mit dem Österreich-1-Essay-Preis ausgezeichneten Text Messer.

    Wie mit den Mitteln der plastischen Chirurgie unsere Körper – und das heißt, entgegen anderslautender Propaganda, vor allem die Körper der Frauen – geöffnet und neu gestaltet werden, wie in den allgegenwärtigen Talkshows die bisher gültigen Bereiche von Innen und Außen abgeschafft werden, darin sieht Balàka nicht nur Symptome eines sich wandelnden Öffentlichkeitsbegriffs, sondern vor allem die Intensivierung des Kampfes gegen weibliche Selbstbestimmung. In einer wütenden Attacke wendet sie sich nicht nur gegen die Messer in der Hand der Chirurgen, sondern gegen die Messer im Kopf der Frauen selbst, »mit ihren Korsettkörperchen und angepaßten Gedanken, die im Fernsehen flöten: ›Wir haben so viel Freiheit wie nie zuvor!«

    Die Polemik von Bettina Balàka richtet sich aber auch gegen eine Sprache, die mit pubertärer Freude am politisch Inkorrekten wieder die längst abgeschafft geglaubten Diffamierungen des (auch hier in erster Linie weiblichen) Geschlechts inthronisiert.

    »Es ist ein wahres Vergnügen zu lesen, wie da eine in so geschliffener Sprache aufräumt mit den neoliberalen Beschönigungen der Tatsache, daß das Patriachat des 21. Jahrhunderts – kommerziell erfolgreich – die Messer wetzt und sich die Frauen nach Lust und Laune beschneidet und begradigt und zurechtstutzt.« (Helga Pankratz in »anschläge«)