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Art.-Nr. / ISBN:
9783944666020
Autor_in / Autor_innen:
Ayim, May
Weitere Informationen:
240 Seiten - Taschenbuch / broschiert - Deutsch
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20,10 EUR
inkl. 10 % MwSt. zzgl. Versandkosten




    • Details

    Beschreibung

    Sie lebt weiter in ihren Gedichten, in unserer Erinnerung und in uns selbst, als Teil der afrikanischen Diaspora, die sich trotz aller Verleugnungen in die Geschichte einschreibt.

    In Weitergehen erscheinen die Gedichte der Wortkünstlerin May Ayim erstmals gesammelt in einem Band. Die Lyrikbände blues in schwarz weiß (1995) und nachtgesang (1997) stoßen auch knapp zwei Jahrzehnte nach ihrem erstmaligen Erscheinen auf große Resonanz bei Menschen aus den unterschiedlichsten Zusammenhängen. Sie werden im Unterricht an Schulen und Universitäten eingesetzt und oft im Kontext von Migration und Rassismus in Deutschland zitiert, während eine neue Generation junger Schwarzer Poet_innen sich von den Texten May Ayims inspirieren lässt.

    May Ayim war eine Meisterin im Spiel mit Sinn und Deutung der Sprache, die sie zugleich doppeldeutig und klar, eindringlich und feinsinnig einsetzte. Die Texte der 1996 verstorbenen Dichterin, die eine wichtige Mitstreiterin in der Schwarzen deutschen Bewegung war, berühren durch Feinfühligkeit und Witz, durch Ironie und Schärfe. Sie erzählen Biographisches, Politisches, Alltägliches, Absurdes – und einfach Menschliches. Dabei findet die Autorin immer wieder überraschende Wege, Rassismus und stereotypisierende Denkweisen auch im Sprachgebrauch aufzudecken. Die Bandbreite der Emotionen, die sie mit ihren Texten anspricht, reicht von Sehnsucht und Hoffnung über Verzweiflung bis hin zur blanken Wut.

    May Ayim (1960-1996) war Dichterin, Pädagogin, Logopädin, Wissenschaftlerin und politische Persönlichkeit. Sie ist Mitherausgeberin/Mitautorin der Bände Farbe bekennen und Entfernte Verbindungen. Posthum erschien neben dem Gedichtband nachtgesang der Essayband Grenzenlos und unverschämt, ebenso der Dokumentarfilm von Maria Binder „Hoffnung im Herz“. May Ayims Lyrik erscheint regelmäßig in Schulbüchern und Anthologien und wurde in Theaterprojekten und filmischen Arbeiten zitiert.

    2009 wurde das Kreuzberger Gröbenufer in Berlin dank einer zivilgesellschaftlichen Initiative in May-Ayim-Ufer umbenannt.